Von Turochamp bis Deep Blue

11. April bis 6. Mai 2012


Was haben die Zeitgenossen Konrad Zuse, Claude Shannon, John von Neumann und Alan Turing gemeinsam? Sie wollen alle gegen ihre selbst konstruierten Rechenmaschinen Schach spielen.
 
Doch die Geschichte des Computerschachs begann schon Ende des 19. Jahrhunderts, als der spanische Ingenieur Torres Quevedo einen ersten Schachautomaten vorstellte: Turm und König setzen zuverlässig den gegnerischen König matt. Die vierte Etappe widmet sich dem Computerschach. Turing definiert sei ne eigenen Regeln für einen Schachalgorithmus, aber sein Programm »Turochamp « verliert 1952 die erste Partie - »von Hand«, d.h. ohne Computer berechnet - gegen den Freund Alick Glennie. Erst 1997 unterliegt der amtierende Schachweltmeister Garry Kasparov einer Rechenmaschine: dem IBM-Supercomputer Deep Blue. Zum ersten Mal in Deutschland zeigt das HNF im Turing-Pavillon Original- Hardware der Maschine sowie das Original-Spielbrett dieser »finalen« Partie.


Alan Turing in der Galerie der Pioniere

Software und Informatik

 

Dietrich Prinz schreibt ein Schachprogramm für die Manchester Mark I (Foto: Daniel Derbyshire)
Schachweltmeister Garri Kasparow verliert gegen Deep Blue, 1996