Was Computer (noch) nicht können: Kreativität

Zahlreiche Wissenschaften versuchen seit etwa 100 Jahren, Kreativität mit wenigen Worten treffend zu definieren. Übereinstimmend stellen alle Theorien grundlegend fest, dass das Lösen von Problemen aller Lebensbereiche mithilfe von Kreativitätsleistungen erfolgen kann.

Die Fähigkeit zur Kreativität ist jedem Menschen gegeben. Sie ist ein elementarer Bestandteil unseres Denkens. Eine logische, jedoch gängige Verknüpfung von bereits bekannten Wissensbausteinen ist eine intelligente Leistung. Bei kreativen Vorgängen kommt es dagegen zu einer neuen, originalen Verknüpfung, also einem schöpferischen Akt. Intelligenz und Kreativität können sich zwar ergänzen, bedingen sich allerdings nicht gegenseitig. Zudem geben Emotionen und unterbewusste Motivationen Impulse und beeinflussen so z.B. das Werk von Künstlern. Infolge der übergreifenden Kombination von Sachverhalten kann man Kreativität keiner speziellen Hirnregion zuordnen.

Die Anerkennung einer bestimmten Leistung als kreativ, hängt von dem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld ab, das darüber urteilt und fortwährend prägend wirkt. Heutige Experimente zu maschinell erzeugter Kreativität geben z.B. für das Gebiet der Kunst Anlass zur Diskussion: Sind sie der Beginn konkurrierender künstlicher Systeme oder bleiben sie ein Produkt menschlichen Ideenreichtums?

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