Was Computer (noch) nicht können: Emotionen

In der Alltagserfahrung begreifen wir Emotionen als subjektives Erleben von Gefühlen in unserem Inneren. Sie können für die Umwelt sichtbar oder unsichtbar sein.

Biologisch sind Gefühle ein alter Überlebensmechanismus. Sie sicherten das Überleben in einer feindlichen Umwelt, weil sie schnelles Reagieren und Handeln ermöglichten.

Ausgelöst werden Emotionen durch bestimmte Ereignisse wie Schmerz, Bedrohung oder Verlust, aber auch durch unsere Vorstellungen wie z.B. positive Erwartungen. Sie setzen physiologische, psychologische und kognitive Prozesse in Gang, die unser Verhalten organisieren und unsere Handlungen aktivieren oder auch hemmen. Verstand und Gefühl schließen einander daher nicht aus, nach heutiger Erkenntnis sind sie untrennbar verbunden.

Roboter können heute Gefühle simulieren oder erkennen. Ihnen ein bewusstes Erleben von Emotionen zu geben, wird jedoch noch für lange Zeit technisch unmöglich sein. Doch ist es überhaupt sinnvoll, dieses Ziel anzustreben? Ein künstliches System mit eigenem Gefühlsleben wäre auch bestrebt, eigene Bedürfnisse zu verfolgen. Und es würde mit uns Menschen nicht nur die Erfahrung von Glück teilen, sondern auch Leid, Trauer und Schmerz.

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