Nachbau Elektronensaldierer ES 24

Das erste Rechengerät, das Heinz Nixdorfs Labor für Impulstechnik 1953 serienmäßig auf den Markt brachte, war der Elektronensaldierer ES24. Nixdorf verkaufte ihn exklusiv in Zusammenarbeit mit dem französischen Lochkartenhersteller Bull, an deren Maschinen er angeschlossen werden konnte. Während ein Bull Lochkartensortierer zum Beispiel die auf Lochkarten gespeicherten Kontobewegungen eines Arbeitstages sortierte, wurden die darauf gespeicherten Beträge ausgelesen und an den Elektronensaldierer geleitet. Dieser summierte Soll und Haben des Tages auf. Er war dabei mit über 40.000 Karten pro Stunde um ein vielfaches schneller als die damals üblichen elektromechanischen Tabuliermaschine und war mit 10.000 DM so günstig, dass er auch für kleine Banken oder mittelständische Unternehmen erschwinglich war.

Der ES24 arbeitet mit 396 Elektronenröhren vom Typ E99CC und bildet damit 24 Dezimalstellen ab, die vom Benutzer beliebig zu mehreren Zählern gruppiert werden können. Der im HNF ausgestellte Nachbau wurde von dem Berliner Ingenieur Henry Westphal konstruiert. Er bildet die "kleine" Ausgabe des Elektronensaldierers mit 204 Röhren (vom selben Typ wie das Original) und 12 Dezimalstellen ab. Das vollfunktionsfähige Gerät nutzt die ursprünglich von Nixdorfs Mentor Walter Sprick entwickelte Zählring-Schaltung.

Die Besucher könne sich an der Einrichtung eines Bankkontos in den 1950er-Jahren versuchen oder einfache Rechenaufgaben tippen und zusehen, wie die Röhren das Ergebnis ermitteln.

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