02.02.2008

Zahlen, bitte! Die wunderbare Welt von null bis unendlich

31.01.2008

„Zahlen, bitte!“ heißt es ab dem 1. Februar im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF). Dort ist bis zum 20. Juli 2008 auf 700 Quadratmetern die gleichnamige Ausstellung zu sehen. Sie entführt in „Die wunderbare Welt von null bis unendlich“. In zehn Bereichen spannt sie einen breiten Bogen von der Kulturgeschichte der Zahl, über die Vermessung der Welt bis zur Geschichte des Glücksspiels. Ein Zahlenzirkus, Zahlenmeister, Zahlen in der Natur und ganz spezielle „Zahlentiere“ erwarten die Besucher.

 

Die Ausstellung soll Spaß machen, aber auch informieren. Sie soll Barrieren abbauen, Interesse wecken und die Bedeutung von Zahlen und Mathematik in Alltag und Beruf deutlich machen.

 

„Wir wollen Geschichte und Geschichten erzählen. Die Ausstellung soll ein erstes Interesse wecken oder eine alte Liebe bestärken. Denn Zahlen sind ein bunter und lebendiger Zugang zur Mathematik“ beschreibt HNF-Geschäftsführer und Ausstellungsleiter Norbert Ryska die Absichten. „Damit unterstützen wir maßgeblich das Wissenschaftsjahr 2008, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung zum ‚Jahr der Mathematik’ erklärt hat“.

 

Die Faszination der Zahlen geht bis in die Antike zurück. „Die Zahl ist das Wesen aller Dinge“, sagte bereits Pythagoras. Dabei hat ihre Bedeutung bis heute ständig zugenommen. Von der Uhrzeit über Sportresultate bis zur Gehaltsabrechnung: Kaum ein Bereich des menschlichen Lebens, der nicht von Zahlen bestimmt wird. Und in Technik und Wirtschaft geht kaum mehr etwas ohne die Null und Eins, die Basis der Computertechnologie.

 

Anlass genug für die Paderborner Museumsmacher „Zahlen, bitte!“ zu präsentieren. Angesichts des „Jahres der Mathematik“ 2008 bekommt das Thema noch einmal eine besondere Bedeutung. Mit der Ausstellung beginnt nicht nur dieses Wissenschaftsjahr, sie ist auch eine der größten Veranstaltungen in diesem Rahmen.

 

„Zahlen, bitte!“ richtet sich an alle, die sich auf das Abenteuer der Zahlen und der Mathematik einlassen wollen. Schüler aller Altersstufen sind natürlich ganz besonders willkommen. Schulklassen haben nach vorheriger Anmeldung sogar freien Eintritt. Die besondere Relevanz der Ausstellung hat nicht zuletzt die aktuelle PISA-Studie belegt, wonach Deutschland in Mathematik noch immer im Mittelfeld rangiert. „Wir wollen mit der Ausstellung vor allem Barrieren abbauen und Begeisterung für die Mathematik wecken“, begründet Ryska eine Absicht der Ausstellungsmacher.

 

Ein Mittel ist dabei neben der Präsentation von rund 300 Exponaten der vielfältige Einsatz von interaktiven und Medien-Stationen. An 25 Orten können die Besucher selbst aktiv werden. Sei es, dass sie sich ein Video mit Graf Zahl ansehen, durch das Werfen von Stäbchen Pi ermitteln oder mithilfe eines Geigerzählers echte Zufallszahlen erzeugen. Stets geht es darum, die Inhalte anschaulich, informativ und unterhaltend zu vermitteln.

 

Mit „Zahlen, bitte!“ greift das HNF ein Thema auf, das seit Jahrzehnten nicht mehr in einer größeren Ausstellung behandelt wurde. 1961 entwickelten die legendären Designer Charles und Ray Eames im Auftrag von IBM den Ausstellungsklassiker „Mathematica: A World of Numbers…and Beyond“, der durch die USA tourte. Auch „Zahlen, bitte!“ ist darauf vorbereitet, auf Reisen zu gehen.

 

Doch nicht nur in Paderborn ist das HNF auf dem Gebiet der Mathematik aktiv. Auf dem Wissenschaftssommer vom 28. Juni bis 4. Juli in Leipzig soll nach derzeitiger Planung ein Ausstellungsmodul – Zahlenzirkus oder Glückszahlen – präsentiert werden. Für das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft 2008“ stellt das HNF einen besonderen „Zahlenschrank“ zur Verfügung. Am „MathFilm Festival 2008“ in Berlin ist das HNF mit vier Beiträgen beteiligt, die alle in „Zahlen, bitte!“ zu sehen sind.

 

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