02.05.2006

Wie funktioniert ein Computer?

21.05.06

Wie funktioniert ein Computer?
Neuer Ausstellungsbereich im Heinz Nixdorf MuseumsForum

Das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) hat seinen bisherigen Ausstellungsbereich "Besuch im Computer" inhaltlich und architektonisch völlig neu gestaltet. Entstanden ist eine interaktive Erlebniswelt, die auf attraktive und beeindruckende Weise die Funktion des Computers spielerisch erleben lässt.

Das HNF nimmt den Internationalen Museumstag am Sonntag, dem 21. Mai zum Anlass, um den Bereich zu eröffnen. Das Motto des zum 29. Mal durchgeführten Museumstages lautet dieses Jahr "Museen und junge Besucher". Deshalb haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr an diesem Tag freien Eintritt ins gesamte HNF.

Wie funktioniert ein Computer? Welchen Weg nimmt eine Mail vom Absender zum Empfänger? Welche Bauteile benötigt ein Computer? Antworten auf diese Fragen erhalten die Besucher an vier Themenstationen des neuen Ausstellungsbereichs. Ein kurzer Film führt in das Thema ein. Anschließend stehen für jede Station mehrere Arbeitsplätze zur Verfügung.

Im Mittelpunkt steht das "VARI", ein futuristischer Monitor mit beweglichem Tragarm, der mit "Augmented Reality" ausgestattet ist. Diese Technologie ermöglicht erstmals die Verknüpfung realer Objekte mit einer virtuellen Umgebung. Die Besucher können den Monitor über die Bauteile eines Computers bewegen und sehen die Objekte wie durch ein Fenster. Gleichzeitig werden Erläuterungen zur Funktion und Geschichte der Komponenten eingeblendet. Die Bauteile lassen sich virtuell verschieben und so zu einem Computer zusammen setzen. Das VARI ermöglicht völlig neue visuelle Erfahrungen und ist im Museumsbereich einmalig.

Am "Computerarbeitsplatz" können die Besucher eine Mail schreiben und ihre Verarbeitung im Leit- und Rechenwerk des Computers verfolgen. Die Mail findet dann jeder auf seinem heimischen Rechner als Andenken an den Besuch im Computer wieder.

Der "Arbeitsplatz Computernetze" bildet eine virtuelle Weltkugel ab, die von einem stilisierten Internet umspannt wird. Mithilfe von Joystick und Touchscreen kann jeder den Weg einer E-Mail verfolgen und Mailserver, Firewall, Provider sowie Router erkunden.

Fünf Informatikspiele ergänzen die Informationen. Dabei lernen die Benutzer wie der Computer Buchstaben in Binärcode umwandelt, wie im Binärcode gerechnet wird und wie Programme funktionieren.

Der neue Lernort "Wie funktioniert ein Computer" wendet sich in erster Linie an Jugendliche und Schulklassen, aber auch interessierte Erwachsene werden ihren Spaß haben und Neues erfahren.

Das Multimedia-Projekt wurde von einem interdisziplinären Team aus Ingenieuren, Mediendesignern und Informatikern unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn entwickelt.

Die räumliche Gestaltung konzipierte und realisierte der Berliner Architekt Prof. Gerhard Diel. Um dem Ausstellungsbereich eine besonders "erhellende" Atmosphäre zu verschaffen, hat er einen 100 Quadratmeter großen, lichtkinetischen Farbraum entworfen, der eine unterschiedliche Farbgebung in wechselnden Szenografien ermöglicht.

Das Gesamtprojekt wurde von der Heinz Nixdorf Stiftung finanziert.

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