27.08.2004

Rechenmaschinen-Rarität im HNF

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Rechenmaschinen-Rarität im HNF

Sie ist beinahe so selten wie die blaue Mauritius: Etwa ein Dutzend Exemplare sind in Deutschland von der Rechenmaschine bekannt, die das Heinz Nixdorf MuseumsForum kürzlich von einem niedersächsischen Sammler erhalten hat.

Die Maschine wurde 1905 zuerst als "Gauss" und später unter dem Namen "Mercedes" gebaut. Sie beherrscht die vier Grundrechenarten und ist auch heute noch funktionsfähig.

Der bedeutendste deutsche Konstrukteur mechanischer Rechenmaschinen Christel Hamann (1870-1948) entwickelte die Gauss. Er setzte eine mit staffelförmigen Zähnen versehene Scheibe (Stufenscheibe) als zentrales Schaltelement ein, um die Maschine klein und handlich zu realisieren. Die zylindrische Konstruktion war außergewöhnlich und wurde 1909 als "Meisterwerk deutscher Mechanik" bezeichnet. Mit einem Gewicht von 850 Gramm und einem Durchmesser von 12,5 Zentimetern war die Gauss kompakt und handlich, gedacht vor allem für Vermessungsingenieure, die sie im Gelände nutzen konnten.

Im HNF ist die Rarität ab sofort in der Rechenmaschinen-Abteilung zu sehen. In einer der größten Sammlungen von Rechenmaschinen werden 76 Maschinen präsentiert, die die Geschichte der Rechengeräte, ihrer Erfinder und Hersteller illustrieren.

Das HNF ist dienstags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr und am Wochenende von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

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