21.10.2013

Fashion Talks wird vorbereitet

„Teuerster Mantel der Welt“ zu sehen

Im Heinz Nixdorf MuseumsForum wird gebohrt und gesägt. Die Handwerker bauen zurzeit die kommenden Ausstellung „Fashion Talks – Mode und Kommunikation“ auf. Zugleich kommen die ersten Objekte in der Fürstenallee an.

Darunter ist auch der „teuerste Mantel der Welt“, wie er von seiner Gestalterin genannt wird. Der „Volksware-Mantel“ ist aus Etiketten zusammengenäht, die aus 7.531 Kleidungsstücken herausgetrennt wurden. Damit steht der Mantel für einen Gesamtwert von 759.987,20 Euro.

Für die Gestalterin Silke Wawro ist der Mantel Ausdruck der verzweifelten Suche von Konsumenten nach dem individuellen Kleidungsstück, das gleichzeitig die Aura einer bekannten Marke verspricht. Damit steht der Mantel für das Spannungsverhältnis von Individuum und Gesellschaft. Jeder möchte einzigartig sein, aber zugleich zu einer Gruppe gehören.

Das ist auch Thema des Ausstellungsbereichs Uniformität in der Ausstellung „Fashion Talks“, die ab dem 9. November im Heinz Nixdorf MuseumsForum zu sehen ist. Mit Uniformen möchte man sich hervorheben, aber zugleich Teil einer Gemeinschaft sein. Damit erfüllt diese Mode das Grundbedürfnis von Nachahmung und Abgrenzung. Dazu gehört das Oktoberfestdirndl genauso wie der modische Look von Punks, die Schützenjoppe genauso wie der Gothic-Style.

„Uniformität“ ist einer von neun Ausstellungsbereichen in Fashion Talks. In den anderen geht es um Strategien des Modemarketings, den Wandel in der Mode, Jugendszenen, Jeans, Tartan, Tarnkleidung, das Neue in der Mode und „Intelligente Kleidung“.

Dabei können die Besucher selbst aktiv werden und eine Jeans durch Gebrauchsspuren veredeln oder am Computer ein eigenes Tartan-Karomuster entwerfen.

Fashion Talks ist eine Ausstellung des Museums für Kommunikation Berlin.

Mehr unter www.hnf.de/fashiontalks

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