05.07.2016

Ende der Ausstellung zu Frauen in der Computergeschichte im HNF

Frauen haben die Entwicklung des Computers wesentlich vorangebracht. Das lässt sich in der Ausstellung "Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte" anschaulich nachvollziehen. Am Sonntag endet nun diese Ausstellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum.

Bereits vor über 170 Jahren verfasste die Engländerin Ada Lovelace eine Abhandlung, die heute als das erste Computerprogramm der Welt gilt, rund 100 Jahre bevor der Computer existierte. Diese bahnbrechende Leistung, die harten Bedingungen unter denen Ada Lovelace und ihre Nachfolgerinnen für ihren wissenschaftlichen Erfolg kämpfen mussten und die wegweisenden technischen Entwicklungen stellt die Ausstellung vor. Dabei erleben die Besucher nicht nur eine Geschichte von Frauenemanzipation und rasantem technischem Fortschritt, sondern können auch selbst einiges ausprobieren.

23 interaktive und multimediale Stationen haben sich als die attraktivsten Elemente der Ausstellung erwiesen. Die Funktion eines Compilers, ohne den ein heutiger Computer nicht funktionieren würde, wird spielerisch über das Setzen von Noten auf einem elektronischen Notenblatt vermittelt. Durch das eigenhändige Gestalten eines Smileys wird das Grundprinzip der Computersprache Smalltalk deutlich.

Herausragend ist die menschenähnliche Roboterdame Nadine, die mit den Ausstellungsgästen spricht, ihren Bewegungen folgt und ihrem Vorbild Prof. Nadia Magnenat-Thalmann verblüffend ähnlich sieht. Einzigartig ist auch das nachempfundene Modul des ENIAC-Computers, an dem Berechnungen wie beim Original vor 70 Jahren ausgeführt werden können.

Wer sich auch nach dem Ausstellungsende über die Bedeutung von Frauen in der Computergeschichte informieren möchte, wird im Begleitband fündig, der im Wilhelm Fink Verlag erschienen ist.

Die Ausstellung ist wie das gesamte HNF dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Mehr auf www.hnf.de

Bildunterschrift (Foto: Jan Braun/HNF):

Die Programmierung des ersten elektronischen Computers ENIAC ist in der Ausstellung spielerisch möglich.

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