02.04.2006

Ein mathematisches Kunstbuch - Ein künstlerisches Mathematikbuch

11.4. - 01.06.06

Ein mathematisches Kunstbuch - Ein künstlerisches Mathematikbuch
Ausstellung im Showroom des HNF

Eine faszinierende Verbindung zwischen Kunst und Naturwissenschaften hat der Maschinenbauingenieur und freischaffende Künstler Franz Xaver Lutz geschaffen. Er lässt sich vom Reichtum mathematischer Beziehungen und Formen in der Natur inspirieren und zeigt in seinen Bildern, wie ästhetische Formen der Biologie und mathematische Konstruktionen zusammenhängen. Einen Ausschnitt seines Schaffens präsentiert das Heinz Nixdorf MuseumsForum in der Ausstellung "Ein mathematisches Kunstbuch - Ein künstlerisches Mathematikbuch" vom 11. April bis zum 1. Juni in seinem Showroom.

Zu sehen sind Bilder von Käfern, Kopffüßlern oder Kaulquappen, die mit Schneckengetrieben, Muttern oder Kreiselpumpen verbunden werden. Die Bilder enthalten Diagramme, Formeln und Zeichnungen. Mit Blei-, Bunt- und Filzstiften sowie mit Acryl schafft Franz Xaver Lutz farbenfrohe Kunstwerke, die eine eigenwillige Faszination ausüben. Bildaufbau und Farbgebung heben die mathematische Struktur auf eine ästhetisch-künstlerische Ebene. Mathematik und Natur verschmelzen zu einer Einheit.

Lutz lässt sich von Formen, die er in Natur und Technik findet, an ihre mathematische Beschreibung erinnern. In seinen Werken fasst er die Darstellung der Fundsachen und ihre mathematische Beschreibung zusammen. Die Bilder begleitet er mit Texten, in denen er unvermittelt zwischen der blumigen Beschreibung seiner Gedanken bei der künstlerischen Gestaltung und der strengen Beschreibung der zugrunde liegenden Mathematik wechselt. Hiermit definiert er das Mindestmaß an gegenseitigem Verständnis und wohlwollender Toleranz, das die Anhänger der beiden Kulturen füreinander aufbringen sollten.

Franz Xaver Lutz wurde 1941 in Graz geboren. Er ist freiberuflicher Maschinenbauingenieur und freischaffender Künstler. Aus der Ausübung dieser beiden Berufe ist die Verbindung von mathematisch-naturwissenschaftlicher und ästhetischer Sichtweise der Natur erwachsen. Seine vielseitigen künstlerischen Tätigkeiten schließen Industrie-Design, die Gestaltung von Schallplattencover sowie Kinder- und Schulbuchillustrationen mit ein. Er lebt seit 1969 in Baden-Württemberg.

Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung der Klaus Tschira Stiftung. Sie ist zu den üblichen Öffnungszeiten des HNF zu sehen: dienstags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr und am Wochenende von 10.00 bis 18.00 Uhr. An beiden Ostertagen ist das HNF geöffnet, Karfreitag geschlossen.

Ein Katalog ist im Museumsshop des HNF für 20 Euro erhältlich.

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