09.12.2013

Dreidimensional drucken

Präsentation im Foyer des HNF

Drucken findet seit einiger Zeit in neuen Dimensionen statt. Mit 3D-Druckern lassen sich technische Einzelteile, Prototypen oder medizinische Implantate direkt drucken. Ob Modelle vom Pariser Eiffelturm, von Raumschiff Enterprise oder Dekoration für die Wohnung: 3D-Drucker lassen die Dinge digital entstehen.

Im Foyer des Heinz Nixdorf MuseumsForum können die Besucher ab sofort einem 3D-Drucker bei seiner Arbeit zuschauen. Das Gerät fertigt vor den Augen der Besucher dreidimensionale Objekte wie das Dach eines Modellhauses, die Freiheitstatue in 15 Zentimeter Höhe oder einen miniaturisierten C64-Computer.

"Mit dieser kleinen Ausstellung möchten wir die Besucher auf eine aktuelle technische Entwicklung hinweisen, die für die Zukunft enormes Potenzial verspricht", wies HNF-Geschäftsführer Dr. Jochen Viehoff auf die Bedeutung von 3D-Druckern hin. "Nun zieht der 3D-Druck erstmals in die Haushalte ein. Ich bin gespannt, welche Möglichkeiten er in fünf oder zehn Jahren bietet."

In drei Vitrinen präsentiert das Museum mehrere Beispiele für die Leistungsfähigkeit aktueller 3D-Drucker. Dazu gehören das verkleinerte Modell eines Hundeschädels, ein Kugellager, ein funktionsfähiges Katapult oder ein elegantes Brillengestell. Besonders beeindruckend sind die hochprofessionellen Drucke des Direct Manufacturing Research Center (DMRC) der Universität Paderborn. Zu sehen ist ein dreidimensionaler Druck des Uni-Campus, eine bewegliche Seilrolle und ein Kardangelenk mit Feder, gefertigt in einem Stück. Natürlich darf in Paderborn auch das Dreihasenfenster nicht fehlen, bei dem der innere Ring mit den Hasen sogar drehbar ist.

Beinahe schon historisch mutet der erste 3D-Drucker an, der vor sechs Jahren als Open-Source-Produkt entwickelt wurde. Er ist einer der ersten Selbstbau-Drucker, dessen Konstruktionselemente teilweise selbst aus einem Drucker stammen. Sein urtümliches Aussehen belegt, wie schnell die Entwicklung auf diesem Gebiet voranschreitet.

Um die Besucher des HNF näher über das Thema 3D-Druck zu informieren, stehen mittwochs und donnerstags von 10 bis 13 Uhr zwei Studierende des DMRC im HNF bereit. Sie beantworten Fragen und geben Tipps für Interessierte, die sich selbst einen Drucker anschaffen möchten.

Die Präsentation ist bis zum 2. März zu den gleichen Zeiten wie das gesamte HNF geöffnet: dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

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