10.05.2026

Der Uhr auf der Spur

Sonderausstellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum


Es geht um die Zeit, wie man sie misst und was sie für uns bedeutet. Ab dem 10. Mai sind Drei- bis Zwölfjährige im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum „Der Uhr auf der Spur“. 

Die große Sonderausstellung läuft rund ein Jahr bis zum 30. Mai 2027. Die Mitmach-Ausstellung lädt Kinder dazu ein, die Zeit wahrzunehmen, sich Zeit zu nehmen und Zeit zu verstehen. 

„Zeit ist im deutschen Sprachgebrauch angeblich unter den Top Ten der meistverwendeten Substantive,“ beschreibt Jörg Ehtreiber, Geschäftsführer und Intendant des Grazer Kindermuseums FRida & freD, die Bedeutung des Themas. 

„Trotzdem fällt es uns schwer, dem Begriff nahe zu kommen, weil jeder darunter etwas anderes versteht. Und Kinder werden die Frage, was Zeit ist und ihr Wesen ausmacht, anders beantworten als Erwachsene. Mit unseren Sinnen ist der abstrakte Begriff ‚Zeit‘ ebenfalls nicht zu erfassen. Wir können die Zeit nicht sehen, hören, riechen oder schmecken. Wie kann also das Erleben einer Ausstellung mit allen Sinnen funktionieren? 

Für uns war der Schlüssel zum Verständnis des Phänomens Zeit, die Zeit mit Geschichten und Menschen, die diese Geschichten erzählen, zu verknüpfen. Im ‚kleinen Städtchen Jederzeit‘ begegnen wir Menschen, deren Berufe alle mit Zeit zu tun haben. In der Ausstellung ‚Der Uhr auf der Spur‘ folgen wir Menschen auf unterschiedlichen Expeditionen und merken, wie divers Zeit erlebt wird. So machen wir das Thema Zeit nicht nur mess- sondern auch erlebbar und nachvollziehbar“, betont Ehtreiber, dessen Kindermuseum FRida & freD zusammen mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim die Ausstellung konzipiert und realisiert hat. 

HNF-Geschäftsführer Dr. Jochen Viehoff unterstreicht, warum das HNF die Ausstellung zeigt: „Das Beeindruckende an der Zeit ist, dass jeder Mensch etwas mit dem Thema anfangen, etwas Neues dazu entdecken kann. Das gilt für unsere ganz jungen Menschen ebenso wie für uns Erwachsene. Und mit der Nähe des Themas zur digitalen Welt der Computer und Netzwerke passt die Ausstellung sehr gut ins HNF.“ 

55 Stationen auf 800 Quadratmetern laden die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen ein. Die Ausstellung ist in zwei Bereiche gegliedert, die sich an unterschiedliche Altersgruppen richten. 

Im kleinen Städtchen Jederzeit entdecken Kinder von drei bis sieben Jahren die Welt der Zeit. Spielerisch lernen sie unterschiedliche Zeitkonzepte kennen und treffen auf spannende Figuren, die ihren eigenen Rhythmus in ihrem beruflichen Alltag bestreiten. So geht es um den Bäcker, der mit der Morgensonne aufsteht oder um den Feuerwehrmann, bei dem jede Sekunde zählt. An 14 interaktiven Stationen entdecken die Kinder unterschiedliche Zeitkonzepte und erfahren, dass jeder Beruf seinen eigenen Takt hat. Mal braucht es Geduld, manchmal ist rasches Handeln gefragt. Gelegentlich vergeht die Zeit wie im Flug und manchmal scheint sie stillzustehen. Gemeinsam entwickeln die Kinder ein Gefühl für Rhythmus, Dauer und Veränderung.

Kinder ab acht Jahren gehen bei einer umfassenden Expedition auf Entdeckungsreise durch verschiedene Zeitthemen. Ihnen stehen 41 Stationen in fünf Erlebnisbereichen zur Verfügung. Ausgestattet mit einem Uhrenarmband begeben sie sich zu spannenden Orten und treffen auf Fachleute, die ihre ganz eigenen Zeitdimensionen präsentieren. Dabei tauchen sie in die faszinierenden Welten der Physik, Mathematik, Geschichte sowie Biologie, reisen ins Weltall, in den Urwald, ins Labor, in die Stadt und in die Uhrenwerkstatt. Auf ihren Entdeckungsreisen stoßen sie auf Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder eine hundert Jahre alte Laborantin und erfahren, dass Zeit viele Gesichter und Geschichten haben kann. Am Ende erhalten sie eine U(h)rkunde, die mit nach Hause genommen werden kann. 

Die Kinder können ihre Reise in der Ausstellung frei gestalten und ihre persönlichen Eindrücke sammeln.

„Der Uhr auf der Spur“ ist eine Ausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und des Grazer Kindermuseums FRida & freD, gefördert von der Klaus Tschira Stiftung.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des HNF zugänglich: dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr. Montags ist das Museum geschlossen. 

Mehr unter www.hnf.de/uhr 

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