26.09.2012

Detail des ACE-Computers

Der ACE-Computer

8. Etappe der Ausstellung „Genial & Geheim“

Der Speicher spielt im Computer von jeher eine entscheidende Rolle. Heute sorgen Mikroprozessoren dafür, dass ein Taschenrechner die Leistung der Großrechner aus der Frühzeit des Computerzeitalters um ein Vielfaches überbietet. Damals, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, gelang mit neuartigen elektronischen Speichern ein Durchbruch: Der britische Mathematiker Alan Turing entwarf mit der Automatic Computing Engine, kurz ACE, den zum damaligen Zeitpunkt schnellsten Rechner der Welt. James H. Wilkinson baute die Maschine und präsentierte die Pilot ACE 1950 der Öffentlichkeit.

Die revolutionäre Speichertechnik steht vom 26. September bis 21. Oktober im Mittelpunkt der achten Etappe der Ausstellung „Genial & Geheim. Alan Turing in 10 Etappen“, die das Heinz Nixdorf MuseumsForum noch bis zum Jahresende zeigt.

Zu sehen ist neben einer Original-Komponente der ACE auch die künstlerische Installation »Hello, world« von Yunchul Kim. Die drei Meter hohe Skulptur ist ein analoger Speicherort für digitale Daten und verdeutlicht, wie Daten als Schallwellen gespeichert werden. Im Zentrum steht ein 246 Meter langes, gewundenes Kupferrohr, in dem Daten als akustische Signale zirkulieren. Das Prinzip der Installation entspricht dem des Laufzeitspeichers von Turings Röhrenrechner.

Es waren vor allem zwei Facetten des genialen Mathematikers, die den Anstoss zur Entwicklung des ACE-Computers lieferten: Zum einen seine Arbeit als Codebrecher im Zweiten Weltkrieg, zum anderen die Idee einer „universellen Rechenmaschine“. Beide Gesichter des Genies – die des Kryptologen und des

Theoretikers – sichern Turing einen Platz in der Galerie der Pioniere des HNF, in der Besucher die Themen der Sonderausstellung vertiefen können.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des HNF zu sehen: dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.

Der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei.

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