22.10.2021

Best of HNF

Sonderausstellung und Programm zum 25-jährigen Jubiläum

Am 24. Oktober 1996 eröffnete Bundeskanzler Helmut Kohl das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF). Seitdem haben 2,8 Millionen Menschen das HNF besucht, rund 100 Sonderausstellungen wurden gezeigt und über 21.000 Veranstaltungen durchgeführt.

Die große Sonderausstellung "Best of HNF" präsentiert im Foyer ab Sonntag, 24. Oktober, 25 Jahre Heinz Nixdorf MuseumsForum. Im Stile eines historischen Jahrmarkts erleben die Besucher einen kunterbunten Rundgang durch zweieinhalb Jahrzehnte weltgrößtes Computermuseum. Der Eintritt hierzu ist frei.

"Mit dieser Ausstellung wollen wir alle Besucherinnen und Besucher auf eine Reise zurück in die Geschichte des HNF mitnehmen," betont Geschäftsführer Dr. Jochen Viehoff. "Leider lässt es die Corona-Situation nicht zu, eine große Party zu feiern. Daher haben wir uns schon frühzeitig für diese Ausstellung entschieden. Hier kann man entspannt durch 25 Jahre schlendern, sich immer wieder überraschen lassen und die Kirmesatmosphäre genießen."

Dabei lassen bekannte Jahrmarktsattraktionen und moderne Elemente Ausstellungen, Veranstaltungen und Anekdoten lebendig werden.

Zwei Roboter begrüßen die Besucher. Pepper trägt mit ausladenden Bewegungen ein Gedicht vor, während ein stilvoll verkleideter Roboter als Jahrmarktsausrufer durch die Stände fährt und die Menschen einlädt, näher zu treten.

Klassische Kirmesattraktionen sorgen für ebenso viel Spaß wie Information. Mit einem kräftigen Schlag auf "Hau den Lukas" erhält man einen Eindruck von den spannendsten Stationen in der Geschichte des HNF. Ein virtuelles Pferderennen verdeutlicht die rasante Entwicklung der Computertechnologie von den Anfängen bis heute.

Wenn die Besucher an einer Drehorgel kurbeln, können sie Abbildungen von einzigartigen Exponaten wie den Schachtürken bewegen und die detailgetreuen Nachbauten des HNF bewundern.

Im Raritätenkabinett erwarten die Museumsgäste bisher verborgene Schätze aus dem Depot, von der kleinsten Dampfmaschine der Welt über kuriose Rechenäpfel, einem besonderen Hundeschädel bis zur äußerst seltenen Casartelli-Scheibe.

An einer Schießbude liegt ein Spielzeug-Gewehr bereit, das mithilfe von Infrarot ins Ziel trifft. Den erfolgreichen Schützen werden Szenen aus vergangenen Ausstellungen vorgespielt.

In einem kleinen Kinosaal läuft ein Film, der in 25 Minuten einen Ausschnitt der vielfältigen Aktivitäten des HNF zeigt. Zu sehen sind fußballspielende Roboter, ein James-Bond-Auto, vier Bundespräsidenten, jonglierende Artisten, Szenen aus dem Aktuellen Sportstudio und vieles mehr, was seit 1996 das HNF und seine Gäste bewegt hat.

Mit einem Quiz endet der Rundgang durch die Ausstellung. Die Fragen sind bei einem Besuch der Dauerausstellung zu beantworten und eröffnen bei richtiger Lösung die Chance, einen Tabletcomputer zu gewinnen.

Preisverleihung zum Jubiläum

Die Jubiläumsveranstaltung am Samstag ist mit 300 geladenen Gästen ausgebucht. Neben den Grußworten von Bürgermeister Michael Dreier und Landrat Christoph Rüther wird die Preisverleihung der IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) der Höhepunkt der Veranstaltung sein. Zum 25-jährigen Jubiläum zeichnet das IEEE das HNF als "Special Citation in History" aus, einer Auszeichnung für Museen, Bibliotheken und Archive für besondere Leistungen bei der Bewahrung technischer Geschichte.

Neben dem Computer History Museum in Mountain View, Kalifornien, und dem Nikola Tesla Museum in Belgrad ist das HNF damit weltweit das dritte Museum, das diese Auszeichnung erhält. "Das HNF wird ausgezeichnet, da es in Vorträgen, Workshops, Seminaren und Ausstellungen einem breiten Publikum Einblicke und Perspektiven vermittelt, die es braucht, um sich in einer Welt zurechtzufinden, die zunehmend von digitaler Technologie geprägt ist", so Dr. Johannes Blobel von IEEE Deutschland.

Das IEEE ist mit über 400.000 Mitgliedern in 160 Ländern die weltweit größte technische Berufsvereinigung und vereint Wissenschaft und Industrie insbesondere aus den Bereichen Informatik und Elektrotechnik. Seit der Gründung des IEEE im Jahr 1963 gibt es ein Geschichtskomitee, das für die Förderung der Sammlung, Erstellung und Verbreitung historischer Informationen verantwortlich ist.

Open Day am Sonntag

Am Jubiläumstag, dem 24. Oktober, lädt das HNF von 10 bis 18 Uhr zu einem Open Day ein. Dann ist nicht nur die Ausstellung "Best of HNF" erstmals geöffnet, sondern auch das gesamte Museum einschließlich der anderen neuen Ausstellung "Papierflieger und Gummitwist" ist kostenlos zu besuchen.

Die neuen Nachbauten der Theseus-Maus und des Elektronensaldierers ES 24 werden vorgeführt und erläutert. Die Führungen durch die Dauerausstellung sind bereits ausgebucht.

Das neue Museumscafé F7 bietet neben verschiedenen Snacks auch Kuchen sowie Heiß- und Kaltgetränke an.

An diesem Tag gilt im HNF die 3G-Regel!

Spurensuche für Kinder

Die "Spurensuche" für Kinder feiert am Open Day Premiere. Mit einem Booklet können sich die kleinen Museumsbesucher auf eine Rätselreise durch das HNF begeben. Dabei lösen sie Quizfragen, erkunden das Museum und lernen so spielerisch die Welt der Informationstechnik kennen. Die Büchlein zur Spurensuche gibt es zukünftig kostenlos für alle jungen Besucher. Die Roboterfiguren, die im Buch und in der Ausstellung die Spurensucher begleiten, stammen aus der Feder der bekannten Berliner Kinderbuchillustratorin Nadia Budde.

Familientag im November

Ein Veranstaltungshöhepunkt rund um das Jubiläum wird sicher der Familientag am Sonntag, 21. November, sein.

Er steht im Zeichen der großen Sonderausstellung "Papierflieger und Gummitwist": Besucher erkunden dort spielerisch die Welt der Informatik.

Bei einer Rallye suchen kleine Museumsbesucher in der Dauer- und Sonderausstellung nach Hinweisen und lösen knifflige Aufgaben. Am Ende wartet eine kleine Überraschung.

Die Kinder können auf einer Hüpfburg toben und sich auspowern. Für kreative Köpfe gibt es allerlei Bastelmaterial: Es können bunte Pixelbilder aus der Unterwasserwelt, Lesezeichen im Roboter-Design und lustige Paddleballschläger gestaltet werden.

Der Eintritt in das gesamte HNF ist an diesem Tag frei.

Neue Vortragsreihe

Eine neue Vortragsreihe startet am 10. November. Sie ist mit "Was kommt da auf uns zu? - Die nächsten 25 Jahre" überschrieben und widmet sich möglichen Zukunftstechnologien. Den Auftakt macht Martin Ziegler von der TU Ilmenau, der über ein neues Bauteil der Elektronik, den Memristor, spricht.

Weiterführende Information zu allen Jubiläumsaktivitäten auf www.hnf.de/hnf25

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