12.10.2011

40 Jahre Mikroprozessor

11.11.11-08.01.12

Präsentation im Heinz Nixdorf MuseumsForum

 

 

Wieso sind heutige PCs tausendfach kleiner und leistungsfähiger als die schrankartigen „Dinosaurier“ aus der Frühgeschichte des Computerzeitalters? Eine Antwort auf diese Frage gab die Firma Intel vor genau 40 Jahren. Am 15. November 1971 stellte das Unternehmen den ersten in Serie produzierten Mikroprozessor Intel 4004 vor.

 

Das Heinz Nixdorf MuseumsForum würdigt dieses Eckdatum der Computergeschichte mit einer Präsentation

 

vom 11. November 2011 bis zum 8. Januar 2012,

 

die im Showroom des Computermuseums gezeigt wird.

 

Bereits Anfang der 1960er Jahre hatte der Umstieg von Röhren- auf Transistorentechnik einen technischen Quantensprung bewirkt. Die Möglichkeit, die immer kleiner werdenden Transistoren auf integrierten Schaltkreisen zu vereinigen, bahnte schließlich den Weg zur Entwicklung des Mikroprozessors.

 

Der Intel 4004 bündelte 2.300 Transistoren auf der Größe eines Fingernagels und erreichte eine Taktfrequenz von 500 bis 750 kHz. Fünf Leiterbahnen des 4-bit-Prozessors hatten die Breite eines menschlichen Haares. Erstmals eingesetzt wurde der Urahn heutiger Computerchips in einem Tischrechner der japanischen Firma Busicom.

 

Auf einer rund 50 m² großen Präsentationsfläche im HNF können die Besucher verfolgen, wie das „Herz des Computers“ in den folgenden Jahrzehnten immer leistungsstärker wurde: Zu sehen sind Großfotografien des Intel 4004 im direkten Vergleich mit einem aktuellen Intel XEON 5500 Prozessor, der mit vier Prozessorkernen und Taktraten bis zu 2,5 GHz arbeitet. Mit über 731.000.000 Transistoren erzielt er etwa die 300.000-fache Rechenleistung des Intel 4004, der ungefähr die Leistung eines heutigen 1-Euro-Taschenrechners erreichte.

 

Die 1,50 mal 3 Meter großen Fotos geben in einzigartiger Detailtreue und Präzision die Architektur der Chips wieder, die an die Strukturen von Großstädten erinnern. Geradezu winzig wirken im Vergleich dazu die zentimetergroßen, exklusiv ausgestellten Originale des österreichischen Sammlers Peter Nusser. Unter ihnen finden sich Raritäten wie der komplette MCS-4-Chipsatz in weißer Keramik mit Goldplättchen oder der Intel 8080, der im ersten PC, dem Altair 8800, eingebaut war. Oder auch der Intel 8086 mit dem in den 1980er Jahren viele Computerfreaks ihre ersten Erfahrungen mit Mikroprozessoren sammelten und der bis vor kurzem noch im Space Shuttle seinen Dienst tat.

 

Die Präsentation ist zu den üblichen Öffnungszeiten des HNF zu sehen: dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.

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