Zeit ohne Zeugen

Mittwoch, 18. März 2026, 17 Uhr

Kann Geschichte berühren, wenn Zeitzeugen nicht mehr leben? Wie bleiben Erinnerungen lebendig, wenn Emotionen sich überschlagen und Fakten oft zu Meinungen werden? Das medienpädagogische Projekt „Zeit ohne Zeugen“ sucht Antworten auf diese Fragen und macht Geschichte mit digitalen Mitteln neu zugänglich.

Durch „Zeit ohne Zeugen“ wird Geschichte und Gegenwart unmittelbar erfahrbar und zeigt, wie schnell Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus entstehen können. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ der BDKJ Jugendbildung gGmbH, das in Kooperation mit dem Heinz Nixdorf MuseumsForum umgesetzt wird, und tauchen in die Zeit von 1933 bis 1945 ein.

Mit Hilfe von Virtual Reality gehen die Teilnehmenden durch das Anne-Frank-Haus in Amsterdam und entdecken die Räume, in denen Anne Frank und sieben weitere Menschen untergetaucht waren. Oder sie überfliegen mittels 360-Grad-Drohnenflug die Gedenkstätte Auschwitz, machen einen Rundgang und erleben so die Dimension des ehemaligen Vernichtungslagers. Fotos aus dieser Zeit werden lebendig und die Teilnehmenden stehen scheinbar selbst mitten im Geschehen. Ergänzt wird das Angebot durch virtuelle Begegnungen mit Überlebenden des Holocaust, die ihre Erfahrungen schildern.

All diese und weitere Zugänge werden an diesem Abend an insgesamt sechs Stationen im Heinz Nixdorf MuseumsForum vorgestellt und können vor Ort selbst erlebt werden.

„Zeit ohne Zeugen“ zeigt, wie digitale Medien genutzt werden können, um historische Orte, Biografien und Perspektiven eindrucksvoll zugänglich zu machen. 

Wir laden Sie ein, das Projekt an diesem Abend selbst kennenzulernen und zu erleben. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung