Vorgeschichte des HNF

Hauptverwaltung der Nixdorf Computer AG 1975

Hauptverwaltung der Nixdorf Computer AG 1975

Hauptverwaltung der Nixdorf Computer AG 1984

Hauptverwaltung der Nixdorf Computer AG in den 1980er Jahren

Umbau der Verwaltung zum Museum 1994

Umbau der Verwaltung zum Museum 1994

Luftaufnahme 1995

Fassade des HNF 1996

Eröffnung des HNF am 24. Oktober 1996 durch Bundeskanzler Helmut Kohl
Chronologie
1977
Anlässlich des 25. Firmenjubiläums der Nixdorf Computer AG im Jahre 1977 erhält Heinz Nixdorf einige "Geburtstagsgeschenke" in Form historischer Büromaschinen von Wanderer, Exacta, Astra u.a.. Dies bringt ihn auf die Idee, eine Sammlung von IT-Geräten für ein späteres Firmen- oder Computermuseum anlegen zu lassen.
1983/84
Die Museumsidee wird konkreter und Heinz Nixdorf kauft mit Unterstützung des Kölner Büromaschinenexperten Uwe Breker eine große Sammlung an. Ein Jahr später präsentieren Prof. Ludwig Thürmer und sein Partner von der HdK in Berlin Gerd Diel dem Unternehmer ein erstes Ausstellungskonzept, das aber noch ortsneutral ist.
1986
Nach dem Tod von Heinz Nixdorf am 17. März kommt das Projekt praktisch zum Erliegen. Kontakte zur Stadt Paderborn und ein Arbeitskreis "Computer-museum" werden aber durch den verantwortlichen NCAG-Mitarbeiter Willi Lenz aufrechterhalten.
1990
Im Laufe des Jahres führt die Initiative von Willi Lenz gegenüber Stadt und Nixdorf-Stiftungen zu einem positiven Ratsbeschluss bezüglich der Errichtung eines Computermuseums.
1992
Die Nixdorf-Stiftungen finanzieren daraufhin eine Machbarkeitsstudie, die von einer Museumskommission - bestehend aus den Berliner Architekten (AGM), dem Siemens-Nixdorf-Mitarbeiter Norbert Ryska und auswärtigen Fachleuten - erarbeitet werden soll. Ziel soll die Errichtung eines Computermuseums sein, dass u.a. die Nixdorf-Sammlung sowie die Produktgeschichte der Nixdorf Computer AG umfasst.
Das Projektteam entwickelt einen umfassenden Ansatz, der gemäß dem Prinzip "Back to the roots" die Geschichte des Rechnens, Schreibens, der Kommunikation von der Antike bis zur Gegenwart und Zukunft aufrollen soll. Insgesamt 60 Ausstellungsthemen werden identifiziert und sollen umgesetzt werden.
Im Oktober wird dieses Konzept dem Stiftungsvorstand mit der Vorstellung präsentiert, diese Ausstellung in der leerstehenden früheren Firmenzentrale an der Fürstenallee zu implementieren. Der Vorstand der Nixdorf-Stiftungen unter der seinerzeitigen Leitung von Dr. Gerhard Schmidt entscheidet nach einer Bedenkzeit, das Projekt zu realisieren und im besagten Nixdorf-Gebäude zu errichten.
Als Trägergesellschaft wird von der Stiftung Westfalen Ende November die gemeinnützige "Forum für Informationstechnik GmbH" mit Norbert Ryska als Geschäftsführer gegründet.
1993-1996
Ab Mitte 1993 beginnen intensive Konzeptarbeiten auf Seiten der Architekten (AGM) in Berlin und einer wissenschaftlich-technischen Arbeitsgruppe in Paderborn. Insgesamt werden 100 Fachleute weltweit für die Beratung engagiert und zwölf Wissenschaftler vor Ort mit den Themen betraut. Für die AGM sind in Berlin ein Dutzend Innenarchitekten, Designer und Multimedia-Programmierer am Werk. Die gleichzeitige Arbeit an 60 Ausstellungsbereichen bedeutet ständige komplizierte Abstimmungsprozesse zwischen Wissenschaftlern, Designern, Technikern und Bauingenieuren.
Am 30. Oktober 1995 wird die „Forum für Informationstechnik GmbH“ in Erinnerung an Heinz Nixdorf von der Stiftung in „HNF Heinz Nixdorf MuseumsForum GmbH“ umbenannt.
1996
Am 24. Oktober 1996 wird das HNF von Bundeskanzler Helmut Kohl feierlich eröffnet.
