Lebenskunst im 21. Jahrhundert. Neue Wege zu einer alten Philosophie

Fragen nach dem eigenen Selbstverständnis sind genauso aktuell wie das Bedürfnis, sein leben bewusst zu gestalten. Wo Traditionen und Normen ihre alte Bindungskraft verlieren, steigt das Interesse an einer alten Philosophie der Lebenskunst. Sie gründet auf einer Tradition der Antike und erlebt zur Zeit eine Renaissance.

Die Reihe „Lebenskunst im 21. Jahrhundert“ stellt einige der bedeutendsten Vertreter der aktuellen Diskussion vor und versucht, Fragen nach der geistigen Existenz des Menschen mit den aktuellen Bedingungen des Informationszeitalters zu verknüpfen.

Generationsdiskurs - die Abwehr von und die Sehnsucht nach Herkunft

Datum: Dienstag 3.06.2003 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Sigrid Weigel, Vorsitzende der Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin

Welche Bedeutung kommt der "Generation" für biographische Erfahrungen und für das kulturelle Gedächtnis zu? Sigrid Weigel beantwortet diese Frage anhand unterschiedlicher Generationskonzepte seit 1945: die der "Jungen Generation" in der frühen Nachkriegszeit, die der "Väter/Täter-Geschichten" nach 1968, die in den 80ern einsetzende Rede von der "zweiten und dritten Generation" und die Wiederkehr einer Sehnsucht nach Herkunft im Zeitalter der Gentechnik.

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