Die Zukunft der Familie

Die Diskussion um das, was "Familie" für den Einzelnen und für die Gesellschaft bedeutet, erlebt zurzeit eine Renaissance. Es entwickelt sich ein neues Bild und ein neues Verständnis von "Familie". Galt sie traditionell als biologisch konstituiertes Nachkommenschaftsverhältnis von Vater, Mutter und Kind(ern), so kann sie im 21. Jahrhundert auch rechtlich oder sozial bedingt sein, mehrere Generationen, Lebensabschnittspartnerschaften oder nur ein Elternteil umfassen. Zur besseren Strukturierung des öffentlichen Diskurses setzt sich diese Reihe das Ziel, die Besucher über historische und soziologische Zusammenhänge zu informieren und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Chaos der Intimität: Männer, Frauen, Familien

Datum: Mittwoch 30.11.2005 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Norbert Bolz, Technische Universität Berlin

Man kann die Tragödie der Familie durch einen einfachen, sich selbst verstärkenden Kreislauf beschreiben: Frauen arbeiten (und wir können es hier dahingestellt sein lassen, warum). Deshalb werden Kinder teurer, denn sie kosten nun wertvolle Arbeitszeit. Folglich werden weniger Kinder geboren - und damit schrumpft das "gemeinsame Kapital" der Eheleute. Daraus folgt nun, dass Scheidungen billiger werden, und deshalb haben wir immer mehr Scheidungen. Damit schließt sich aber der Kreis, denn Frauen müssen nun arbeiten, weil sie sich nicht mehr auf die Ressourcen der Männer verlassen können.

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