Die Zukunft der Familie

Die Diskussion um das, was "Familie" für den Einzelnen und für die Gesellschaft bedeutet, erlebt zurzeit eine Renaissance. Es entwickelt sich ein neues Bild und ein neues Verständnis von "Familie". Galt sie traditionell als biologisch konstituiertes Nachkommenschaftsverhältnis von Vater, Mutter und Kind(ern), so kann sie im 21. Jahrhundert auch rechtlich oder sozial bedingt sein, mehrere Generationen, Lebensabschnittspartnerschaften oder nur ein Elternteil umfassen. Zur besseren Strukturierung des öffentlichen Diskurses setzt sich diese Reihe das Ziel, die Besucher über historische und soziologische Zusammenhänge zu informieren und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Die neuen Erzieher? Medien und Familien

Datum: Donnerstag 17.11.2005 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

In der Öffentlichkeit wird diskutiert, ob Eltern überhaupt noch erziehen können. Vor allem den Medien wird ein großer Einfluss zugeschrieben. Welche Bedeutung haben Medien im Alltagsleben von Familien? Der Vortrag macht anhand von Mediennutzungsdaten sowie empirischen Studien deutlich, dass Medien in Familien ganz unterschiedliche Funktionen einnehmen können. Während das Fernsehen durch seine vorgegebene Zeitstruktur das Alltagsleben von Familien strukturiert, gewinnen die neuen Medien wie Computer und Internet bei der Regulierung sozialer Beziehungen sowie bei der Erweiterung des Wissens- und Erfahrungshorizonts der Familienmitglieder an Bedeutung.

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