Die Zukunft der Familie

Die Diskussion um das, was "Familie" für den Einzelnen und für die Gesellschaft bedeutet, erlebt zurzeit eine Renaissance. Es entwickelt sich ein neues Bild und ein neues Verständnis von "Familie". Galt sie traditionell als biologisch konstituiertes Nachkommenschaftsverhältnis von Vater, Mutter und Kind(ern), so kann sie im 21. Jahrhundert auch rechtlich oder sozial bedingt sein, mehrere Generationen, Lebensabschnittspartnerschaften oder nur ein Elternteil umfassen. Zur besseren Strukturierung des öffentlichen Diskurses setzt sich diese Reihe das Ziel, die Besucher über historische und soziologische Zusammenhänge zu informieren und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Kommt die Familie zu ihrem Recht? - Familienrecht in der aktuellen Diskussion

Datum: Freitag 10.06.2005 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Paul Kirchhof, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, denn der Staat baut auf die Bereitschaft der Menschen, Ehen zu gründen, sich Kinder zu wünschen und diese in der Geborgenheit familiärer Zuwendung zu erziehen. Diese Verfassungsvoraussetzung ist aber zurzeit in Gefahr. So stellt sich verfassungspolitisch die Frage, ob man ein Kinderwahlrecht, wahrgenommen durch die Eltern, etablieren sollte. Außerdem ist zu prüfen, wie für den Generationenvertrag der zweite Vertragspartner, die Jugend, gefördert werden kann und ob durch langfristige Planung der nächsten Generation ähnliche Entfaltungschancen bewahrt werden.

Merken

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Möglichkeiten zur Deaktivierung von Matomo finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.