Die Zukunft der Familie

Die Diskussion um das, was "Familie" für den Einzelnen und für die Gesellschaft bedeutet, erlebt zurzeit eine Renaissance. Es entwickelt sich ein neues Bild und ein neues Verständnis von "Familie". Galt sie traditionell als biologisch konstituiertes Nachkommenschaftsverhältnis von Vater, Mutter und Kind(ern), so kann sie im 21. Jahrhundert auch rechtlich oder sozial bedingt sein, mehrere Generationen, Lebensabschnittspartnerschaften oder nur ein Elternteil umfassen. Zur besseren Strukturierung des öffentlichen Diskurses setzt sich diese Reihe das Ziel, die Besucher über historische und soziologische Zusammenhänge zu informieren und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Solidarität muss sein: Familien versus Kinderlose - über die Entschärfung eines heillosen Konfliktes

Datum: Mittwoch 18.05.2005 Beginn: 19:00

Dr. Susanne Mayer, DIE ZEIT, Hamburg

Deutschland hat den höchsten Anteil kinderloser Menschen in Europa. Ein halbes Jahrhundert verfehlter Sozialpolitik hat es den Menschen schwer gemacht, sich ihre Kinderwünsche zu erfüllen. So ist eine Gesellschaft entstanden, in der eine immer kleinere Gruppe von Menschen eine junge Generation großzieht und immer mehr Menschen kinderlos die wertvollen Ressourcen "Zeit" und "Geld" genießen. Der Konflikt zersetzt, was den Sozialstaat im Inneren zusammen hält - Grundwerte wie Gerechtigkeit und Solidarität. Die gute Nachricht ist: In der Krise muss die Erkenntnis wachsen, dass diese Werte jenseits des bloß Moralischen konkrete Handlungsanweisungen sind für unsere gemeinsame Zukunft.

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