Die Zukunft der Familie

Die Diskussion um das, was "Familie" für den Einzelnen und für die Gesellschaft bedeutet, erlebt zurzeit eine Renaissance. Es entwickelt sich ein neues Bild und ein neues Verständnis von "Familie". Galt sie traditionell als biologisch konstituiertes Nachkommenschaftsverhältnis von Vater, Mutter und Kind(ern), so kann sie im 21. Jahrhundert auch rechtlich oder sozial bedingt sein, mehrere Generationen, Lebensabschnittspartnerschaften oder nur ein Elternteil umfassen. Zur besseren Strukturierung des öffentlichen Diskurses setzt sich diese Reihe das Ziel, die Besucher über historische und soziologische Zusammenhänge zu informieren und über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Zwischen Mythos und Realität. Die historische Anthropologie der Familie

Datum: Donnerstag 3.02.2005 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Hans Medick, Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen

Inwiefern ist unsere Wahrnehmung der gegenwärtigen, krisenhaften Verfassung der "modernen" Familie von harmonischen Leit- und Gegenbildern eines Familienlebens in der Vergangenheit geprägt? Der Vortrag geht der Geschichte der Leitbilder, aber auch der Realgeschichte der Familie nach. Er behandelt die Ergebnisse der historischen Erforschung der Familie in den letzten Jahrzehnten und prüft ihre Aussagefähigkeit für die Einschätzung der Gegenwart und Zukunft der Eltern-Kind-Familie.

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