Die Welt im Kopf: Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist eines der Zauberworte für das dritte Jahrtausend.
 
Der Wunsch des Menschen, künstliche Intelligenz zu erzeugen, seine Forschungen und sein erneutes Interesse an der Entwicklung künstlicher intelligenter Systeme sind Anlass für das HNF, dem Thema Intelligenz in seinen vielen Facetten nachzugehen.
 
Intelligenz ist eine der begehrtesten Eigenschaften. Sie zu erforschen ist ein Anliegen seit der Antike. Doch was ist unter Intelligenz zu verstehen? Kann man Intelligenz tatsächlich messen? Was können Testergebnisse aussagen? Ist sie angeboren, kann man sie fördern?
 
In neun Vorträgen werden Experten aus der Forschung eine Exkursion in "Die Welt im Kopf" unternehmen: von der Evolution und Entwicklung menschlicher Intelligenz bis hin zu ihrer Bedeutung für Berufs- und persönlichen Lebenserfolg.
 
Nicht zuletzt werden die Fragen an die Zukunft von Bedeutung sein: Welche Kriterien sind an die Intelligenz des Menschen und an seine Wissensverarbeitung in unserer hoch technisierten Wissensgesellschaft zu stellen? Wie intelligent werden die intelligenten Systeme bald sein? Und wie wird sich der Mensch in der Zukunft in Konkurrenz zu intelligenten Maschinen zu definieren haben?
 
Konzeption: Dr. Claudia Gemmeke

Künstliche Intelligenz

Datum: Donnerstag 23.11.2000 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Helge Ritter, Technische Fakultät, Neuroinformatik, Universität Bielefeld

Was sind die Perspektiven künstlicher intelligenter Systeme? Und welche Bedeutung haben sie für das Verständnis menschlicher Intelligenz und für das menschliche Selbstverständnis?

Was bilden wir nach, wenn wir künstlich intelligente Systeme schaffen und uns dabei am Vorbild "natürlicher Intelligenz" orientieren? Viele uns spektakulär erscheinende Intelligenzleistungen, wie etwa das Schachspiel, das Lösen komplizierter Gleichungen oder logisches Schließen, werden mittlerweile von Computern besser als von den meisten Menschen erbracht. Dagegen sind etliche unserer Alltagsfertigkeiten, wie etwa das Erkennen einer anderen Person, das Verstehen ihrer Worte, oder das Binden einer Schleife, auch für unsere "künstlich intelligentesten" Robotersysteme erst in bescheidenen Anfängen realisiert. Der Vortrag geht am Beispiel des Sehens darauf ein, warum sich künstliche und natürliche Intelligenz in so eigentümlicher Weise unterscheiden, und beleuchtet, woran die KI-Forscher arbeiten, um künstliche Intelligenz "natürlicher" werden zu lassen.

Merken

Wir nutzen Cookies ausschließlich für Statistikzwecke und zum notwendigen Betrieb der Seite. Wir verwenden Matomo und anonymisieren die IP-Adresse. Cookies werden erst gesetzt, wenn Sie dies akzeptieren. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.