Die Welt im Kopf: Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist eines der Zauberworte für das dritte Jahrtausend.
 
Der Wunsch des Menschen, künstliche Intelligenz zu erzeugen, seine Forschungen und sein erneutes Interesse an der Entwicklung künstlicher intelligenter Systeme sind Anlass für das HNF, dem Thema Intelligenz in seinen vielen Facetten nachzugehen.
 
Intelligenz ist eine der begehrtesten Eigenschaften. Sie zu erforschen ist ein Anliegen seit der Antike. Doch was ist unter Intelligenz zu verstehen? Kann man Intelligenz tatsächlich messen? Was können Testergebnisse aussagen? Ist sie angeboren, kann man sie fördern?
 
In neun Vorträgen werden Experten aus der Forschung eine Exkursion in "Die Welt im Kopf" unternehmen: von der Evolution und Entwicklung menschlicher Intelligenz bis hin zu ihrer Bedeutung für Berufs- und persönlichen Lebenserfolg.
 
Nicht zuletzt werden die Fragen an die Zukunft von Bedeutung sein: Welche Kriterien sind an die Intelligenz des Menschen und an seine Wissensverarbeitung in unserer hoch technisierten Wissensgesellschaft zu stellen? Wie intelligent werden die intelligenten Systeme bald sein? Und wie wird sich der Mensch in der Zukunft in Konkurrenz zu intelligenten Maschinen zu definieren haben?
 
Konzeption: Dr. Claudia Gemmeke

Die Evolution der Intelligenz

Datum: Donnerstag 9.03.2000 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

Seit Jahrtausenden hat der Mensch sein Verhalten an die jeweilige soziale und ökologische Umwelt anpassen müssen. Die Entwicklung intelligenten Denkens und Handelns, um sich auf neue Herausforderungen einzustellen, ist Grundvoraussetzung für die Menschwerdung und die menschliche Entwicklung. Welche Faktoren spielen eine Rolle? Was kann die Intelligenzforschung daraus lernen? Der Forschungsbereich Adaptives Verhalten und Kognition verfolgt einen Ansatz, der in der Forschung zur Zeit von großer Bedeutung ist. Er geht von einer an der Evolutionstheorie orientierten Auffassung aus, die den Verstand nicht als unspezifisches Problemlösungswerkzeug begreift, sondern als Sammlung von durch die Evolution übertragenen und zielgerichteten Fertigkeiten und Erfahrungen.

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