Demokratie digital

Wie soll unsere Demokratie in der Zukunft aussehen?

Werden die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien unsere Demokratie stärken oder schwächen?

Was sind die Möglichkeiten und wo liegen die Grenzen der elektronischen Demokratie?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die neue Vortragsreihe "Demokratie digital". Neben der Aufgabe, wie Bürger einfacher und effizienter mit der staatlichen Verwaltung kommunizieren können, spielt vor allem die Möglichkeit des Einzelnen, sich in die politische Willensbildung einbringen zu können, eine wichtige Rolle. Dabei werden unterschiedliche Konzepte von Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene präsentiert.

Da sich das HNF der Orientierung und Bildung des Menschen in der Informations-gesellschaft widmet, wird mit dieser Vortragsreihe die Auseinandersetzung mit den neuen Technologien gesucht. Es werden die Chancen und Risiken ihres Einsatzes in politischen Informations-, Kommunikations- und Entscheidungsprozessen vorgestellt und diskutiert.
Fachreferenten verbinden in ihren Vorträgen für ein breites Publikum bereits erprobte Praxisbeispiele mit Visionen für die Zukunft.

Gemeinsame Techniknutzung für die Demokratie - Das Beispiel einer mandantenfähigen Beteiligungsplattform

Datum: Donnerstag 2.06.2005 Beginn: 19:00

Prof. Dr. Herbert Kubicek, Leiter des Instituts für Informationsmanagement, Universität Bremen

In vielen Städten sucht man nach neuen Wegen zu einer stärkeren Mitsprache der Bürger, steht bei der Umsetzung aber vor großen technischen und organisatorischen Aufgaben. Neue Techniken können helfen, diese Probleme zu lösen.
Ein Anhörungsverfahren bei der Raumplanung kann mit multimedialen Mitteln die Planung anschaulicher machen. Alternativen für eine neue Verkehrsführung können per Online-Fragebogen bewertet werden. Aber diese Möglichkeiten sind mit relativ hohen Kosten für die Entwicklung, Bereitstellung und Pflege der Technik verbunden.
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis kann deutlich verbessert werden, wenn eine unabhängige Stelle eine so genannte mandantenfähige Beteiligungsplattform entwickelt und anderen Institutionen zur Nutzung anbietet. Die Kommune, die ein Beteiligungsverfahren für die Stadtentwicklung auch per Internet durchführen will, mietet die Module und füllt sie mit eigenen Inhalten.
Prof. Kubicek erläutert den Aufbau einer solchen Plattform mit ihren verschiedenen Modulen und illustriert ihn an praktischen Anwendungen.

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