Blicke in den Körper

In der Vortragsreihe "Blicke in den Körper" kommen namhafte Referenten aus Medizin, Medizingeschichte und Kulturwissenschaft zu Wort. Die Reihe zeigt zum einen auf, welche technischen Entwicklungen Auswirkungen auf das Verständnis des modernen Körperbildes gehabt haben. Zudem werden moderne bildgebende Verfahren und ihre Einsatzmöglichkeiten in der heutigen Medizin vorgestellt. Das SPektrum reicht von nicht alltäglichen Themen wie "Geschichte der Leichenöffnung" über die so genannte Knopflochchirurgie bis hin zu Vorträgen über neueste Verfahren in der Computertomographie. Aber auch Einsatzmöglichkeiten bildgebender Verfahren in der Gehirnforschung werden aufgezeigt, z. B. im Marketing durch Magnetresonanztomographie (Neuro-Marketing) oder als Lügendetektoren.

Elektrokardiographie - ein altes und nach wie vor hochmodernes Verfahren in der Erkennung von Herzrhythmus- und Durchblutungsstö

Datum: Mittwoch 14.02.2007 Beginn: 19:00

Prof. Dr. med. Eckhard Most, Chefarzt der medizinischen Klinik II, Arzt für Innere Medizin und Kardiologie, St. Vinzenz-Krankenhaus Paderborn

Der Physiologe Willem E. Einthoven (1860 - 1927) registrierte als erster die Ströme des Herzens über Arme und Beine. Diese Ströme sind Voraussetzung für die Pumpfunktion des Herzens. Auch heute bildet das Elektrokardiogramm die Grundlage für die Erkennung von Herzrhythmusstörungen und Mangeldurchblutungserscheinungen des Herzens. Belastungs- sowie Langzeit-Elektrokardiographie und direkte Ableitungen über Katheter aus dem Herzen haben uns Einblicke in die Entstehung nicht nur von erworbenen, sondern auch angeborenen elektrischen Fehlsteuerungen gegeben. Durch landkartenähnliche Aufzeichnungen können Herzrhythmusstörungen präzisiert und einer gezielt medikamentösen Therapie und Herzkathethertherapie (Ablationen) zugeführt werden. Somit sind die elektrokardiographischen Verfahren nicht nur für die Diagnostik, sondern auch für die Therapie von großer Bedeutung.

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