Blicke in den Körper

In der Vortragsreihe "Blicke in den Körper" kommen namhafte Referenten aus Medizin, Medizingeschichte und Kulturwissenschaft zu Wort. Die Reihe zeigt zum einen auf, welche technischen Entwicklungen Auswirkungen auf das Verständnis des modernen Körperbildes gehabt haben. Zudem werden moderne bildgebende Verfahren und ihre Einsatzmöglichkeiten in der heutigen Medizin vorgestellt. Das SPektrum reicht von nicht alltäglichen Themen wie "Geschichte der Leichenöffnung" über die so genannte Knopflochchirurgie bis hin zu Vorträgen über neueste Verfahren in der Computertomographie. Aber auch Einsatzmöglichkeiten bildgebender Verfahren in der Gehirnforschung werden aufgezeigt, z. B. im Marketing durch Magnetresonanztomographie (Neuro-Marketing) oder als Lügendetektoren.

Sehen lernen. Zur Geschichte der Körperdarstellung in der Medizin am Beispiel des ungeborenen Menschen

Datum: Dienstag 12.09.2006 Beginn: 19:00

PD Dr. Stefan Schulz, Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin, Ruhr-Universität Bochum

Betrachtet man Visualisierungen ungeborener Menschen von der frühen Neuzeit bis in die jüngere Vergangenheit, eröffnet sich eine Bildfolge, in der einiges vertraut, vieles aber fremd und überraschend erscheint. In einer historischen Analyse wird gezeigt, unter welchen Bedingungen diese "Körperbilder" entstanden sind, welche Rolle dabei technische Hilfsmittel und theoretische Überlegungen spielten und welche Funktionen sie in ihrer Zeit bei der Verständigung über den ungeborenen Menschen erfüllten.

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