Interfaces und Wearables

Interfaces – Kommunikation zwischen Mensch und Maschine

Mithilfe von Interfaces können Menschen mit künstlichen Systemen interagieren. Sie fungieren als Schnittstellen zwischen Menschen und ihrer technischen Umgebung.

Interaktion durch Laute, Mimik und Gestik

Für die Mensch-Maschine-Kommunikation wird die Technik an die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Menschen angepasst und möglichst unauffällig in Abläufe integriert. Eine natürliche und intuitive Interaktion mit künstlichen Systemen muss sowohl die Sinne als auch die Kommunikationsmittel des Menschen wie Laute, Mimik und Gestik direkt ansprechen.

Der menschliche Seh-, Hör- und Tastsinn findet sich wieder in der Blick- und Gestensteuerung, der Sprachverarbeitung und Steuerung durch Ton oder Haptik. Interfaces erkennen diese menschlichen Fähigkeiten, interpretieren sie und reagieren darauf. Durch maschinelles Lernen kann die intuitive Interaktion stetig optimiert werden.

Avatare und verformbare Displays

Besucher können diese intuitive Interaktion jenseits von Maus und Tastatur erleben. So sind etwa Avatare nur durch Blicke und Gesten steuerbar. Auf einem verformbaren Display können Daten buchstäblich fühlbar gemacht und durch Drücken oder Ziehen beliebig angeordnet werden. Mithilfe von Lauten und Klatschgeräuschen lässt sich ein Teddy in einem intergalaktischen Spiel steuern.

Besucher können selbst entdecken und ausprobieren, wie die Maschinen ihre Vorgaben umsetzen. Auch Sensorhandschuhe und VR-Brillen fungieren als Interfaces und sind ausgestellt.

Von Wearables zu Cyborgs – Verschmelzen von Mensch und Maschine

Wearables sind smarte Kleidungsstücke, in die eine kleine und leichte, aber trotzdem leistungsstarke Computertechnik integriert ist. Schon seit Mitte der 1960er-Jahre arbeiten Forscher daran, Mode und Technik zu verbinden. Technisierte Mode kann in vielen verschiedenen Lebensbereichen genutzt werden.

Exoskelette

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz erleichtern robotische Exoskelette in der industriellen Produktion schwere physische Arbeiten oder unterstützen Menschen mit körperlichen Behinderungen in ihren Bewegungen oder in ihrer Sinneswahrnehmung. Sie können außerdem Vitalfunktionen überwachen oder sich klimatischen Bedingungen anpassen. Die Ausstellungsstücke zeigen, wie die Technik immer mehr an und in den Körper wandert.

Cyborg-Büste und Spider Dress

Zu sehen ist eine Büste des ersten offiziell anerkannten Cyborgs Neil Harbisson. Er ist farbenblind und hat eine Antenne in seinem Schädel implantiert, mit der er Farben hören kann. Ab 2019 wird der mit 3D-Technik gedruckte Spider Dress der Designerin Anouk Wipprecht gezeigt. Er besitzt die Funktion, die Emotionen der Trägerin zu erfassen und an ihre Umwelt zu vermitteln, indem er mithilfe von beweglichen Gliedmaßen auf äußere Reize reagiert und eine persönliche Distanzzone zum Gegenüber markiert.