31.03.2017

Flippern live mit dem Furminator

Mit der Flipperkugel auf Augenhöhe: Der Furminator ermöglicht ein einzigartiges Erlebnis. Vom 2. April bis 30. Juli ist der Furminator eine neue Attraktion im Foyer des Heinz Nixdorf MuseumsForums.

Die Besucher tauchen von unten mit ihrem Kopf in die Spielfläche des Flippers ein. Nur wenige Zentimeter von der Kugel entfernt sind sie direkt in das Spielgeschehen einbezogen: Mittendrin statt nur dabei.

Abgeschottet von der Außenwelt erleben die Spieler die Sound- und Lichteffekte besonders intensiv. Durch den Helm spürt der Benutzer geradezu die mechanischen Geräusche des Automaten, die Stahlkugeln fliegen ihm um die Ohren. Auch die Umstehenden nehmen am Spielerlebnis teil: Sie können das Geschehen im Inneren des Furminator auf einem Bildschirm verfolgen.

Die Idee der Furminator-Entwickler, Volker Morawe und Tilmann Reiff von der Medien-Kunst-Agentur "fur", war es, eine virtuelle Realität (VR) zu schaffen, die ohne Computer auskommt und das Konzept dieser Spielidee zu hinterfragen. Damit haben sie bereits sehr früh das Prinzip der VR in der Medienkunst aufgegriffen.

Die Kombination der Ego-Shooter-Perspektive mit einem üblichen Flipper ermöglicht völlig neue Erfahrungen. Zugleich ist der Furminator eine Reminiszenz an jugendliche Flipperturniere, verknüpft mit Erinnerungen an den Film Terminator 2, denn als Flipper dient das gleichnamige Modell aus dem Jahr 1991.

Ergänzt wird die Präsentation des Furminator im HNF um eine kleine Übersicht historischer Flipper von den 1930er-Jahren bis heute.

Zu sehen ist ein berühmter Vorläufer der ersten Flipper überhaupt. Der rein mechanische "Ballyhoo" von 1932 verdeutlicht, warum der Flipper im Englischen Pinball genannt wird. Bereits elektro-mechanisch betrieben ist der "Favorit" der Hamburger Firma T. H. Bergmann von 1939. Faszinierend ist die mit Kabeln und mechanischen Bauteilen übersäte Unterseite des "Strikes and Spares". Er stammt wie der "Freedom" aus der Hochzeit der Flipper in den 1970er-Jahren, als der "Pinball Wizard" die Hitparaden und Kinocharts stürmte.

Im Jahr 2011 erschien das Modell "Disney TRON Legacy", das im HNF ebenso kostenlos spielbar ist wie der Furminator.

Am Sonntag, 2. April um 11 Uhr wird die Präsentation im Rahmen einer Matinee vorgestellt. Dabei wird Volker Morawe über die Hintergründe seiner Entwicklung sprechen.

An diesem Tag ist der Eintritt ins gesamte Museum bis 18 Uhr frei. Dann bietet es sich an, im Museum auch die Computerspiele des HNF auszuprobieren oder im Softwaretheater eine VR-Brille wie die Samsung Gear, eine Oculus Rift oder eine HTC Vive zu testen oder in der virtuellen Realität zu flippern.

Mehr auf www.hnf.de

« Zurück