Künstliche Intelligenz und Robotik - Visionen und Realitäten

Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik zählen derzeit zu den Forschungsgebieten mit der schnellsten Entwicklung. Die Vorstellung, ein künstliches mechanisches Wesen zu konstruieren, ist seit Jahrhunderten lebendig: Ein Fernziel der aktuellen Forschung ist es, eine Roboter-Fußballmannschaft zu erschaffen, die 2050 den menschlichen Fußballweltmeister besiegen soll.

Menschliche Intelligenz simulieren

Der Begriff der "artificial intelligence", im Deutschen mit "Künstliche Intelligenz" nur ungenau wiedergegeben, entstand 1956 in den USA. Computerprogramme sollten menschliche Intelligenz simulieren. In den 1960er Jahren versuchte man, Programme zu entwickeln, die sich bei Problemlösungen ähnlich dem menschlichen Denken verhalten. Expertensysteme sollten Fachwissen auf Rechnern für alle verfügbar machen. Ein Ergebnis dieser Forschungen ist die Erkenntnis, dass man menschliches Wissen nicht einfach auf logische Denksysteme übertragen kann.

Die heutige KI-Forschung konzentriert sich dagegen auf konkrete und formalisierbare Bereiche und leistet Beachtliches. Schachprogramme werden nur noch von den weltbesten Spielern geschlagen. Künstliche neuronale Netze sind erste Hard- und Softwarestrukturen, die begrenzt lernfähig sind. Die Mustererkennung, etwa von Bildern oder Klangmustern menschlicher Sprache, ermöglicht eine zunehmend einfachere Kommunikation mit Maschinen. Sie ermöglicht technischen Systemen aber auch eine Orientierung in einer menschengerechten Umwelt.

Roboter und Avatare

Robotik ist gleichsam angewandte KI, die automatisierte Handlungen flexibel macht. Sensoren erfassen die Umwelt, Aktoren wie Elektro- oder Hydraulik-Antriebe setzen die intelligent gesteuerten Bewegungen um. Künstliche, im Computer erzeugte Personen - Avatare - treten uns als "virtuelle Roboter" gegenüber. Den Turing-Test aber, den der britische KI-Pionier Alan Turing 1950 ersann, um künstliche Intelligenz feststellen zu können, bestehen auch sie noch nicht.

Roboter weisen Museumsbesuchern den Weg

PETRA und PETER heißen die beiden Roboter, die im HNF Besucher zu ausgewählten Ausstellungsbereichen führen und sie erläutern. Beide sind in kurzer Zeit zu Publikumslieblingen im weltgrößten Computermuseum geworden.

Weitere Anziehungspunkt sind der in Funktion befindliche schauspielernde RoboThespian, der Filmszenen nachspielt oder die Bewegungen seines Gegenübers imitiert, und Vincent, ein Roboter der Porträts anfertigt.

Video von PETER