Computerklänge - Vom Synthesizer zur Soundkarte

Schon um 1900 wurden erste elektronische Instrumente konstruiert, so z. B. das riesige Telharmonium von Thaddeus Cahill. Es blieb zwar erfolglos, aber das Prinzip der rotierenden elektromagnetischen Tonscheiben wurde mit der technisch verwandten Hammondorgel einige Jahrzehnte später weltberühmt.

Pink Floyd und Kraftwerk

Die Sinus- und Rauschgeneratoren, Filter und Ringmodulatoren der experimentellen elektronischen Musik zu Anfang der 1950er-Jahre wurden Ende der 1960er-Jahre dann im analogen Musiksynthesizer handlich zusammengefasst. Elektronische Versionen der Werke von J. S. Bach oder die elektronischen Klangeffekte von berühmten Popgruppen wie Emerson, Lake & Palmer oder Pink Floyd sowie die roboterästhetischen Minimalismen der deutschen Elektronikformation Kraftwerk verhalfen den musikelektronischen Instrumenten zu einem weltweiten Siegeszug.

Fairlight

Mit dem berühmten Fairlight CMI war der Musikcomputer geboren, ein Instrument, das Klänge auf rein digitalem Wege synthetisieren, speichern, modifizieren und steuern kann. Der Fairlight nahm viele erfolgreiche Techniken der Musikelektronik vorweg, die in den 1980er-Jahren Furore machten, so u. a. den so genannten Sound Sampler, der jeden beliebigen Klang, ob Sprachlaut, Instrumentalton oder Umweltgeräusch, auf digitalem Wege speichert und musikalisch verwendbar macht.

MIDI

Als musiktechnische Revolution erwies sich das 1981 international standardisierte MIDI-System, eine digitale Schnittstelle (MIDI = Musical Instrument Digital Interface), die den Austausch von musikspezifischen Steuerdaten zwischen Instrumenten und Computern erlaubt. Vielseitige Sequencer- und Composerprogramme erlauben die Einspielung, Eingabe und Editierung, das Komponieren, Ausdrucken und Abspielen kompletter Kompositionen und Arrangements.

Für diese Einsatzgebiete reicht heute jeder normale PC aus. So können auch im Heimstudio vollständige Musikproduktionen entstehen, die dann frei über das Internet vertrieben werden.