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Icons, Fenster, Mäuse - Das neue Gesicht des Computers

In seiner Anfangszeit konnte der Computer nur recht unvollkommen Bilder darstellen. Die ersten Bildschirme waren Oszillographenmonitore, auf denen die dem Mathematiker und Ingenieur gebräuchlichen Funktionen dargestellt werden konnten. Schon früh wurden die Möglichkeiten dieser Darstellungsform auch für andere Zwecke genutzt: "Space War" auf der pdp1 im Jahre 1960 gilt als eines der ersten Computerspiele.
 
Vom Oszillographen abgeleitet entstanden die ersten Plotter. Mit ihnen konnten Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Berechnungen als Liniendiagramme zeichnen lassen. Mit dem Bildschirmterminal wurde in der Mitte der 1960er Jahre die Darstellung von alphanumerischen Zeichen möglich. Ein eingebauter Zeichengenerator setzte die 128 Zeichen des American Standard Code for Information Interchange (ASCII) in Schreibbewegungen des Elektronenstrahls um. Zur Darstellung einfacher grafischer Elemente standen Linienstücke und rechte Winkel zur Verfügung. Mühsam bastelten die Programmierer damit Rahmen, Hervorhebungen und Unterstreichungen für die Eingabefenster dieser Zeit.
 
Dies alles änderte sich schlagartig mit der Entwicklung des Grafikbildschirms auf der Basis des Pixels. Das "Picture Element", der Bildpunkt, wird im Arbeitsspeicher des Rechners abgelegt.
 
Angelehnt an das Format des Foto-Kleinbildes (4:3) wurden zunächst 640 mal 480 Bildpunkte für die Bildschirmdarstellung realisiert. Verwendet man ein Byte (acht Bit) pro Pixel, so ist die Darstellung von 256 Farben möglich. Die grafische Darstellung verdichtet Information. Aus wenigen Pixels entsteht ein Icon, hinter dem sich eine Funktion, ein Programm oder ein Dokument verbirgt. An die Stelle eines Kürzels aus acht Buchstaben tritt ein einprägsames Zeichen aus 32 mal 32 Bildpunkten. Das rasche Erinnern des Bildes und seine Aktivierung mit der Maus führte zu einer neuen Form des Umgangs mit dem Computer. Verzeichnisbäume und Kommandozeilen auf der Ebene des Betriebssystems werden ersetzt durch die "Grafische Benutzeroberfläche" a la "Apple Macintosh" oder "Windows 95" mit dem Schreibtisch als universeller Metapher. Auf ihm werden Dokumente in Ordnern aufbewahrt, in andere Ordner verschoben oder in den Papierkorb geworfen, den der ordnungsliebende Benutzer am Ende seines Arbeitstages leeren darf.
 
Auge
Einzelne Bildpunkte (Pixel - von picture element) verschmelzen im Auge des Betrachters zu einem Bild.
Papierkorb
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