01.09.2017

Vom Autotelefon zum Smartphone

15.000 DM und damit mehr als das Dreifache eines VW-Käfers kostete ein Autotelefon 1960. Heute haben wir ein Smartphone in der Tasche, das über eine erheblich höhere Leistungsfähigkeit verfügt als die damals verfügbaren Hochleistungsrechner.

Diese rasante Entwicklung stellt das Heinz Nixdorf MuseumsForum nun in einer neu gestalteten Abteilung vor. Waren die Mobiltelefone bisher auf mehrere Bereiche im Museum verteilt und zurückhaltend präsentiert, sind sie nun an einem Ort konzentriert und umfassend erläutert. So wird deutlich, wie groß der Schritt vom A-Netz über den ersten "Knochen" bis zum Smartphone in den letzten Jahrzehnten war.

Zu sehen sind die Apparate des analogen Zeitalters, als man froh war, wenn die Verbindung beim Telefonieren nicht abbrach. Das erste digitale Telefon von 1983 wog noch 750 Gramm. Doch erst in den 1990er-Jahren begann mit dem Netzausbau und der Miniaturisierung der Siegeszug des Handys.

Die Besucher werden einige ihrer frühen Lieblinge, wie das weit verbreitete Nokia 3310, wiedersehen, Meilensteine wie der Nokia-Communicator, aber auch heute längst vergessene Marken wie Hagenuk. Und es gibt einiges zu entdecken. Wer weiß schon, dass nicht Apple, sondern LG mit dem Modell "Prada" das erste Gerät mit berührungsempfindlichem Bildschirm auf den Markt brachte? Weitgehend vergessen ist auch, dass das legendäre erste iPhone noch kein UMTS, kein GPS und keine Frontkamera hatte, Selfies also nicht möglich waren.

76 Telefone werden im HNF ausführlich erläutert. In drei Geräte unterschiedlicher Generationen kann man hineinblicken. Und beim Blick auf den "Friedhof der Handys" werden sicher viele Erinnerungen an die ersten eigenen Mobilgeräte lebendig.

Der neue Bereich ist zu den üblichen Öffnungszeiten des HNF im Museum zugänglich: dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.

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