Claude Shannon (1916-2001)

Claude Shannon (Foto: MIT Museum)
Claude Shannon (Foto: MIT Museum)

Claude Shannon wurde am 30. April 1916 in Michigan geboren. Er studierte Elektrotechnik und Mathematik. Nach Tätigkeiten am MIT und am Institute for Advanced Studies in Princeton wechselte er 1941 zu den Bell Telephone Laboratories. Hier schrieb er grundlegende Beiträge zur Kryptografie und Schaltungstheorie. So war er auch an der Entwicklung von Verschlüsselungsgeräten bei Telefonaten zwischen Roosevelt und Churchill beteiligt. 1949 begründete er mit seinem epochalen Aufsatz „A Mathematical Theory of Communication“ die Informationstheorie und legte die Grundlagen für unsere heutige Informations- und Kommunikationstechnik. In diesem Aufsatz führte er erstmals auch den Begriff des Bit (Binary Digit) ein.
 
Shannon entwickelte seine Arbeit an den Bell Labs in einem wissenschaftlichen Klima, das mehr Wert auf intellektuelle Neugierde als auf praktische Anwendungen legte. Shannon verstand es insbesondere, wissenschaftliche Probleme zu definieren und die Arbeit auf den wesentlichen Kernpunkt zu lenken. Acht Jahre hat er über Kommunikation nachgedacht, bevor er sein bedeutendstes Werk schrieb. Über 25 Jahre blieb es Gegenstand akademischer Erörterungen, erst dann wurde es zur Grundlage aller digitalen Kommunikationssysteme.
 
1958 wechselte Shannon an das MIT, wo er 20 Jahre tätig war. Neben seinen akademischen Arbeiten entwickelte er zahlreiche physikalische Spielzeuge und Kuriosa, die zum großen Teil in der Ausstellung gezeigt werden.
 
In der Öffentlichkeit ist Shannon bei weitem nicht so bekannt, wie es seiner Bedeutung angemessen wäre, eine beinahe absurde Tatsache beim Ahnherrn des Informationszeitalters. Die Ausstellung im HNF will diesen großen Pionier einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und neben seinen fachlichen Leistungen auch die Persönlichkeit Claude Shannon würdigen.