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Gleich oder gerecht? Wie man Kinder individuell fördern kann
Prof. Dr. Andreas Gold, Pädagogische Psychologie, Goethe-Universität, Frankfurt a. M.
Ungleichheiten im Bildungswesen werden oftmals zum Anlass genommen, mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit einzufordern. Allerdings führt der Verweis auf das Gleichheitsprinzip leicht in die Irre, weil doch die fortschreitende Ausdifferenzierung von Ungleichheiten zu den Aufgaben von Schule und Unterricht gehört. Das Gleichheitsprinzip versperrt den Blick auf die realen Möglichkeiten von Schule und Unterricht zur Förderung und Optimierung von Bildungsprozessen und zum angemessenen Umgang mit Ungleichheiten. Denn im Unterricht geht es nicht um das Verteilen von Bildung, sondern um die Herstellung von Lerngelegenheiten und um die Unterstützung individueller Lernprozesse. Individuelle Lernförderung ist deshalb nicht gleich, sondern ungleich und orientiert sich bedarfsgerecht an den individuellen Lernständen, an Mindeststandards und an Basiskompetenzen.
| Termin |
| Di, 17.01.2012, 19 Uhr |
| Ansprechpartner |
| Dietmar Schulte |
| Eintritt frei Keine Anmeldung notwendig |


