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Toki no nagare - Wie man in Japan mit der Zeit umgeht
Prof. Dr. Peter Pörtner, Japanzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München
Die Zeit verändert und wechselt ihre "Gangart" unvermittelt und mutwillig. Das ist eine zumindest uns "Abendländern" vertraute Tatsache. Wie aber steht es mit und bei den asiatischen Menschen und insbesondere mit den Japanern? Wie nehmen sie "toki no nagare", den "Fluss der Zeit", wahr und wie gehen sie mit ihm um? Betrachten sie die Zeit als linear oder als zyklisch oder als beides zugleich? Was hat der Kaiser mit ihrem Zeitempfinden zu tun? Was bedeuten ihnen die Jahreszeiten? Was geschah, als sie in den 1870er Jahren den gänzlich kulturfremden Gregorianischen Kalender (samt dem religionsfremden Sonntag) übernahmen? Wie gehen die Japaner heute mit der Zeit um? Oder geht die Zeit mit ihnen um? Wenn ja, wie? Und warum ist die Nationalhymne in einem gewissen Sinne eine "Hymne auf die Zeit" - und ein Versuch, sie zu überwinden?
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