
Sie befinden sich hier:
Update im Heinz Nixdorf MuseumsForum
Sieben Jahre nach seiner Eröffnung hat das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) seine Ausstellung einem Update unterzogen. Das nach Angaben des Guinness-Buchs der Rekorde größte Computermuseum der Welt präsentiert seit dem 17./18. Januar 2004 nicht nur 5.000 Jahre Technikgeschichte, sondern eröffnet jetzt auch einmalige Einblicke in die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Informationstechnik.
"Das HNF hat sich mit nahezu 800.000 Besuchern als weltweit zentrale Einrichtung zur Präsentation und Diskussion der Informationstechnik etabliert. Für unsere neuen Ausstellungsbereiche haben wir IT-Themen ausgewählt, bei denen sich große Entwicklungsdynamik, Anschaulichkeit und interaktiver Zugang überzeugend verbinden lassen. Die neuen Themenfelder decken nicht nur breite Entwicklungs- und Anwendungsgebiete heutiger Informations- und Kommunikationstechnologien ab, sondern konzentrieren sich vor allem auf "humanoide", also unmittelbar auf den Menschen bezogene IT-Technik", erklärte HNF-Geschäftsführer Norbert Ryska zur Eröffnung.
900 von 6.000 Quadratmetern haben Wissenschaftler und Techniker des HNF in den letzten zwei Jahren neu konzipiert. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit den Technikern des HNF und den Berliner Architekten Prof. Gerd Diel und Prof. Ludwig Thürmer, die bereits für den Aufbau des HNF verantwortlich zeichneten.
Das Konzept resultiert aus den Erfahrungen mit der bisherigen Ausstellung, aus vielfältigen Hinweisen und Verbesserungsvorschlägen von Besuchern und innovativen Ideen des Ausstellungsteams. Wesentliche inhaltliche Impulse gingen auch von der sehr erfolgreichen Sonderausstellung ¿Computer.Gehirn¿ aus, die 2001/2002 über 80.000 Besucher zählte.
Das HNF-Team unterstützten namhafte Vertreter aus Industrie und Wissenschaft wie Microsoft, Infineon, Toshiba, Wincor Nixdorf, ETH Zürich, Universität Paderborn oder FU Berlin.
Acht Ausstellungsbereiche wurden völlig neu geschaffen, zwei umfassend neu gestaltet:
Als Fortsetzung der Galerie der Pioniere in der ersten Etage, die wichtige Persönlichkeiten von den Anfängen der Informationstechnik bis zur Erfindung des Computers präsentiert, stellt die neue Wall of Fame 152 zeitgenössische Personen vor. Eine multimediale Inszenierung informiert über Leben und Werk von bedeutenden Forschern, Ingenieuren und Unternehmern der Computertechnik.
Neue Spielewelten bietet die Abteilung zur Geschichte der Videospiele. Hier kann jeder mal wieder Klassiker wie Pong oder PacMan spielen und die ersten Spielekonsolen betrachten.
Wie der Mensch in Zukunft mit der Maschine kommuniziert, zeigt der Bereich Interfaces. Unter anderem sind aktuelle Wearables zu sehen, d.h. in die Kleidung integrierte Informationstechnik, wie der in die Jacke eingebaute MP3-Player. Der Besucher kann modernste Mensch-Maschine-Schnittstellen ausprobieren, zum Beispiel Systeme zur Handschriften- oder Gesichtserkennung.
Der Bereich IT-Zentrum Paderborn setzt die Darstellung der Geschichte der Nixdorf Computer AG fort und zeigt die Leistungsfähigkeit von über 250 Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationsbranche, die ihren Sitz an der Pader haben.
Im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik steht eine eindrucksvolle Kollektion von Robotern bereit. Viele von ihnen können ausprobiert werden, wie der Avatar Max, der zu einem Gespräch einlädt.
Eine der größten Handysammlungen der Welt mit über 500 Geräten bietet einen Überblick über die Geschichte der Mobilkommunikation in den vergangenen 15 Jahren. Zu sehen sind auch die Vorläufer der Handys, vom A-Netz 1958 bis zum C-Netz.
Die Durchdringung des Alltags mit dem Computer wird in der Abteilung ¿Digitale Welt¿ deutlich. Eine aufwändige Vitrinen-Installation zeigt, wo bereits überall Chips und Elektronik integriert sind. Präsentiert werden u.a. die "elektronische Fußfessel" aus Hessen und "e-Pyrus", der Organizer der Zukunft mit einrollbarem elektronischem Papier.
Ein zentrales Element der Ausstellung bildet der Showroom. Hier werden neueste Anwendungen sowie Produkte führender Hersteller und Forschungseinrichtungen zur Erprobung und kritischen Bewertung bereitgestellt. Dieser Bereich bietet stets aktuelle Einblicke und soll die Ausstellung up to date halten. In den nächsten Wochen werden dort u.a. ein "Multimediabett" und ein "Standby-Office" ausgestellt.
Völlig neu inszeniert und umfangreicher ist die Geschichte des PCs gestaltet. Zahlreiche frühe "Schätzchen" sind zu sehen, und heute bereits historische Programme können noch einmal ausprobiert werden.
Neu geordnet, den Bedürfnissen der Besucher angepasst und mit medialer Unterstützung attraktiver präsentiert wird die Geschichte der Nixdorf Computer AG. Eine "Datenbank" bietet als Sitz- und Informationsgelegenheit Zahlen und Fakten zur Nixdorf-Geschichte sowie aktuelle Statistiken zur IT-Branche.
Weitere Informationen zum Update des Heinz Nixdorf MuseumsForums bieten die Internetseiten unter www.hnf.de und ein erweiterter Museumsführer, der im Shop des HNF zu kaufen ist.

