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Konrad Zuse und Heinz Nixdorf – eine Gegenüberstellung
Die Gegenüberstellung der beiden Computerpioniere soll Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten der beiden Persönlichkeiten herausarbeiten, um die besondere Charakteristik dieser Vorbilder kenntlich zu machen. Sie sind und waren Erfinder und Unternehmer einer anderen Generation. („alten Schlags“).
Konrad Zuse war zu Lebzeiten immer wieder in Paderborn und bei Heinz Nixdorf zu Gast. Nixdorf besuchte Konrad Zuse auch in Hünfeld.
Das Verhältnis der beiden bedeutendsten deutschen Computerpioniere war von gegenseitigem Respekt und Wohlwollen geprägt. Beide galten als unorthodoxe Denker und nicht ganz einfache Zeitgenossen. Konrad Zuse war eher Ingenieur mit unternehmerischen Ambitionen, Heinz Nixdorf eher Unternehmer mit scharfem technischem Sachverstand.
Beide hatten ihre Unternehmen in der „Provinz“ aufgebaut. Beide hatten immer eine große Neigung zur Mechanik, fast mehr als zur Elektronik. Während Konrad Zuse die Bedeutung von Software früh erkannte, erlangte sie in Heinz Nixdorfs Augen keine besondere Wertschätzung.
Beide Personen wären gerne auch Architekten geworden. Beide fuhren ausgefallene Autos. Beide lebten in bürgerlichen Umgebungen. Zuse malte, Nixdorf trieb Sport und spielte Skat.
Und beide Unternehmen, das eine früh, das andere posthum, wurden von Siemens übernommen.
Zuse und Nixdorf waren am Markt keine Konkurrenten. Während Zuse in der Nachkriegszeit als Erfinder und Entwickler von Computern für den technisch-wissenschaftlichen Bereich bedeutend und zeitweise auch wirtschaftlich erfolgreich war, konzentrierte sich der 15 Jahre jüngere Heinz Nixdorf von Anfang an ausschließlich auf den kommerziellen Sektor und war als Unternehmer schnell erheblich erfolgreicher als Zuse. Seine beiden Stiftungen dokumentieren eine substantielle ideelle und materielle Hinterlassenschaft. Konrad Zuse hinterlässt das Erbe des weltweit anerkannten Erfinders des Computers.
Das einzige Kooperationsvorhaben zwischen beiden Unternehmen, die Übernahme von Zuse-Software auf Nixdorf-Rechner, scheiterte, weil Nixdorf von Zuse dafür die Abnahme von Nixdorf-Computern in einer Stückzahl verlangte, die bei der Zuse KG einer Jahresproduktion entsprochen hätte.




